Seit dem 15. Dezember 2010 weist sie dem Besucher unübersehbar den Weg nach Nordstern: Die 18 Meter hohe und 23 Tonnen schwere Monumentalplastik von Markus Lüpertz, die eigens für diesen Ort geschaffen wurde.
Auf der Spitze des neuen Erschließungsturms installiert, ragt sie über 100 Meter in die Höhe und kündet von den großen Aufgaben des Reviers, vom Mut und der Tatkraft, die es zu ihrer Bewältigung braucht. Der kraftstrotzende und schlaue Götterliebling als Symbol des strukturellen Wandels ist Teil eines der spektakulärsten Projekte der Transformationsarchitektur der Region.
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz, Jahrgang 1941, zählt zu den bedeutendsten Ikonografen der Gegenwart. Er war maßgeblich an der Entwicklung der Maler-Skulptur beteiligt, die er bis zu großen Werken von denkmalhaftem Charakter ausgestaltet. Seine überlebensgroßen Skulpturen fordern eine neue Auseinandersetzung mit den klassischen Schönheitsidealen und tradierten Motiven heraus.
Sie zeigen kunst- und kulturhistorische Zitate und einen modifizierenden Umgang mit klassisch-antiken Gestaltungsprinzipien. Dabei sind sie weder historische Porträts noch einfache Allegorien, sondern im bewussten Widerspruch zwischen kräftig und zart, Montage und Demontage, Vollendung und Fragment gestaltet.